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Die Muskelschwäche

Die häufigste Ursache körperlicher Beschwerden und Schmerzen sind in der heutigen Zeit sogenannte „degenerative Veränderungen des Bewegungsapparates“. Hierzu zählen vor allem Probleme mit Gelenken und Bandscheiben oder einfach „nur“ Rücken- oder Schulterschmerzen, die nicht aus einem physischen Trauma entstammen.

Bei der Untersuchung von chronischen Beschwerden werden fast immer sogenannte „Muskelschwächen“ festgestellt (die häufig der Beginn ganzkörperlicher Muskel-Dysbalancen sind).

Sofern keine neurologische Schädigung vorliegt, wird Muskelschwäche in der klassischen „schulmedizinischen“ Sichtweise so gut wie immer mit Trainingsmangel erklärt. Ein schwacher Muskel wird also immer mit einem untrainierten Muskel gleichgesetzt.

Diese Schlussfolgerung ist FALSCH!

Vielmehr richtig ist, dass ein Muskel schwach – also in seiner Reaktivität eingeschränkt – sein kann, wenn für ihn wichtige Systeme nicht zu hundert Prozent funktionieren. Das heißt man muss dem Muskel zuerst das geben was er braucht, um dann erfolgreich trainiert werden zu können.

Für eine normale Muskelfunktion sind unter anderem folgende Systeme zwingend notwendig und werden mit Hilfe des funktionellen Reaktivitätstest überprüft:

  • Nervensystem: die Versorgung mit Nervenimpulsen
  • Lymphsystem: zur Entschlackung nach der Muskelaktivität
  • Durchblutung: die Muskulatur benötigt „Brennstoff“, der über das Blut zum Muskel transportiert wird
  • Nährstoffversorgung: jeder Muskel benötigt spezielle Nährstoffe damit er seine volle Aktivität bringen kann
  • Cranio Sacrales System: Restriktionen im Cranio Sacralen System können die Versorgung der Muskulatur negativ beeinflussen
  • Meridiansystem: jeder Muskel ist einem bestimmten Meridian zugeordnet. Ist dieser Meridian „aus dem Lot“, kann der entsprechende Muskel schwach erscheinen
  • Muskel-Organ-System: jeder Muskel hat ein bestimmtes „Partnerorgan“ mit dem er über eine Nervenwurzel verbunden ist. Wenn dieses Partnerorgan im Ungleichgewicht ist, kann der Muskel mit einer „Schwäche“ reagieren

Erst wenn die vollständige Versorgung des Muskels sichergestellt ist und er sich dann noch immer schwach zeigt, kann über ein Muskeltraining im klassischen Sinne nachgedacht werden. In den meisten Fällen ist ein „schwacher Muskel“ nicht (zur Gänze) aktiviert, was bedeutet, dass ihm irgend etwas fehlt, damit er seine volle Kraft aufbauen kann. Diese Tatsache ist einer der wichtigsten Ausgangspunkte bzw. Grundsätze der Neuro Cranialen Mobilisations Technik. 

Der NCMT®-Therapeut kann mit Hilfe zahlreicher Tests die Ursache der Schwäche in den oben genannten Systemen herausfinden und diese sofort lösen. Das macht NCMT® zu einem einmaligen therapeutischen Handwerk mit dessen Hilfe du auch bestehende therapeutische Konzepte ideal verifizieren und integrieren kannst.

NCMT®-Therapeuten können einen „schwachen Muskel“ wieder aktivieren und somit muskuläre Dysbalancen ausgleichen. Chronische Beschwerden (die aufgrund eines muskulären Ungleichgewichtes entstanden sind) können dadurch rasch verbessert oder sogar zur Gänze beseitigt werden.